Politischer Aschermittwoch 2026 stellt regionales Handwerk in den Fokus / Impulsvortrag und Talkrunde mit Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Unterfranken
Heustreu. Guter Dialog statt Derbleck‘n beim Politischen Aschermittwoch – diese Tradition hat der CSU Kreisverband Rhön-Grabfeld in diesem Jahr fortgeführt. „ZukunftsRaum Handwerk“ lautete das offensichtlich gut gewählte Motto, denn die Festhalle Heustreu war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Handwerk hat Zukunft: Gespannt lauschten die Gäste den motivierenden Worten von Landratskandidat Christof Herbert sowie Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken. Beide zeigten sich überzeugt, dass die meist familiengeführten Betriebe in unserer Heimat eine gute Zukunft haben, weil sie mutig und innovativ in die Zukunft gehen und so wertvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze am Standort sichern. Wichtig ist hier die weiterhin gute Unterstützung durch die Politik und den Berufsverband.
Hochmotivierte Jungunternehmer: Für frischen Wind, Mut und Zuversicht für das Handwerk heute und morgen sorgten bei der anschließenden Talkrunde die Jungunternehmerin und die Jungunternehmer Johanna Lenhardt, Bäckermeisterin mit Vize-Weltmeistertitel aus Oberelsbach, Johannes Pittner, Fliesenlegermeister aus Großeibstadt, und Zimmermannsmeister Johannes Demar aus Großbardorf. Die drei zeigten deutlich, dass Startups und Nachfolge im Handwerk mit Leidenschaft und Engagement gut gelingen können.
Eindrucksvoll schilderten sie, wie erfüllend es ist, Tag für Tag sichtbar mit seinen Händen Wich-tiges für die Menschen in der Heimat zu schaffen. Bestes Beispiel ist der liebevoll mit dem Motto beschriftete zehn Kilo schwere Brotlaib von Johanna, den sie eigens zur Veranstaltung mitgebracht hatte.
Vor Ort kaufen: Mit Nachdruck appellierten sie an die Bürgerinnen und Bürger, bei Kaufentscheidungen die Handwerksbetriebe vor Ort zu wählen. Optimistisch zeigte sich auch abschließend Josef Demar, stellvertretender Landrat: „Wir haben in Rhön und Grabfeld besten Nährboden für Handwerk und Mittelstand“.
Hintergrund: Positionspapier "Zukunftsraum Handwerk": Handwerksbetriebe sind der Motor der Kommunen, sie ziehen Investitionen an und sichern Wirtschaftskraft vor Ort. Mit fast 20.000 Betrieben, 93.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 13 Milliarden Euro bildet das unterfränkische Handwerk eine tragende Säule der regionalen Wirtschaft. Und Handwerksbetriebe leisten innerhalb kommunaler Strukturen noch viel mehr: Sie schaffen Ausbildungsplätze, bieten wohnortnahe Arbeitsmöglichkeiten und stärken durch ehrenamtliches Engagement das Vereinsleben. Das Positionspapier "Zukunftsraum Handwerk - Strategien zur Entwicklung der regionalen Wirtschaft" soll Kommunen und Planern als Leitfaden für die Ansiedlung von kleinen und mittleren Handwerksbetrieben dienen. Es bietet praktische Impulse und zeigt, wie sich handwerkliche Infrastruktur entwickeln lässt.