Urspringen. Zwei Tage lang stand alles im Zeichen des Sports auf der Vereinsanlage der Islandpferdefreunde Urspringen. Über 150 Teilnehmer nahmen teils weite Anfahrtswege auf sich, um beim beliebten Turnier auf dem Galgenberg dabei zu sein. Bereits am Freitag trafen die ersten Reiter mit ihren Pferden ein. Es wurde trainiert, Paddocks aufgebaut und die Reiterlager nahmen nach und nach Form an.
Am Samstag startete um 8.30 Uhr die erste Prüfung mit 52 Teilnehmern. Insgesamt wurden an beiden Tagen 464 Ritte auf Oval- und Passbahn gezeigt. Neu im Programm waren eine Fünfgangprüfung sowie zwei Passrennen auf der schnellen Urspringer Passbahn.
Islandpferde sind vor allem für ihre zusätzlichen Gangarten bekannt. Neben Schritt, Trab und Galopp beherrschen sie auch den Tölt sowie den Rennpass, mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h. Von ihrem oft zotteligen Erscheinungsbild sollte man sich aber nicht täuschen lassen: Die vergleichsweise eher kleinen Pferde sind äußerst kräftig und ausdauernd und bringen jede Menge Temperament und Gehwillen mit.
Natürlich durften auch beliebte Spaßprüfungen wie der Mitternachtstölt nicht fehlen. Hier sicherte sich die als „Urspringer Müllabfuhr“ kostümierte Vorstandschaft mit Katja Heuring, Tabea Heuring und Hannah Weeke den Preis für das beste Kostüm. Für sportliche Unterhaltung sorgten außerdem der Triathlon und das Hunderennen am Samstagabend.
Erstmals wurde auf dem Turniergelände eine Shoppingmeile unter den Linden eingerichtet. Sechs Aussteller präsentierten ihr Angebot und freuten sich über reges Interesse, viele Gespräche und gute Umsätze. Alle kündigten bereits an, in zwei Jahren gerne wiederkommen zu wollen.
Am Samstagabend zog der traditionelle Reiterball mit der Coverband „Chicago“ zahlreiche Besucher an. Trotz hochsommerlicher Temperaturen, großer Mengen Eis und Eiskaffee sowie kurzer Nächte war die Stimmung unter Teilnehmern, Helfern, Zuschauern und Offiziellen immer hervorragend. Am Sonntag wurden die Sieger der einzelnen Prüfungen ermittelt. Viele Vereinsmitglieder konnten in den Finals hoch punkten.
Ein besonderer Dank gilt dem Helferteam: Ohne die vielen fleißigen Hände wäre eine Veranstaltung dieser Größe nicht möglich gewesen.