Eine schöne Tradition lebt fort
Ostheim (E. B.). Am vergangenen Freitag war die Kirche St. Michael wieder ein Ort voller schöner Melodien und harmonischer Klänge, als beim diesjährigen „Offenen Singen in der Kirchenburg“ die Lieder der Gesangvereine aus Ostheim und Eußenhausen und die meisterhaft gespielten Töne auf der Döring-Orgel den Kirchenraum erfüllten und die Zuhörer begeisterten.
Die beliebte Veranstaltung eröffnete Kurkantor Lothar Mohn mit dem flotten Stück „Prelude in Classic Style“ von Gordon Young, bei dem der Kirchenmusikdirektor aus Hannover sein großes Können an der Orgel erneut unter Beweis stellte. Danach begrüßte Michael Schlotthauer, der 1. Vorstand des Vereins „Freunde der Kirchenburg“, das zahlreich erschienene Publikum und besonders alle Akteure. Er führte auch durch das abwechslungsreiche Programm, denn die Kirchenburgfreunde sind Gastgeber der beliebten Veranstaltung.
Frisch und fröhlich sangen alle Anwesenden das bekannte Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ mit Orgelbegleitung von Lothar Mohn. Ebenfalls unter Orgelbegleitung folgte dann das gemeinsam gesungene Stück „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“.
Den chorischen Teil eröffnete die „Liedertafel 1843 Ostheim“ mit dem wohlklingenden Lied„Ehre sei Gott“. Obwohl der Männerchor sehr unter Nachwuchssorgen leidet, überzeugte die gesangliche Qualität des Chores wieder, was sicher vor allem ein Verdienst von Chorleiterin Monika Tengler ist. Flott und kräftig sangen die Männer danach das Lied „Wohlauf ihr Freunde lasst uns singen“, wobei sie wie gewohnt von der Chorleiterin auf dem Clavinova begleitet wurden.
Nach dem Chorgesang trug die 2. Bürgermeisterin Karina Werner, die auch in ihrer Eigenschaft als Vorstandsmitglied der Kirchenburgfreunde und zudem als Sängerin des „Liederkranz Ostheim“ anwesend war, ein humorvolles Stück mit dem Titel „Die fröhliche Geberin“ vor, denn schließlich ist auch in einer altehrwürdigen Kirche das Lachen nicht verboten.
Bevor Kurkantor Lothar Mohn sein Orgel-Solo „Penguins‘ Playtime“ vortrug, begleitete er die Besucher bei dem bekannten Volkslied „Wahre Freundschaft kann nicht wanken“.
Nach einer weiteren Lesung von Karina Werner mit dem Titel „Das Tanzbändchen“, brachte der mit den Ostheimer Chören seit vielen Jahren befreundete Gesangverein Eußenhausen unter der Leitung von Heike Dankert die Lieder „Bajazzo“ und „Freuet euch allezeit“ zu Gehör. Von Anfang an sind die Eußenhäuser Sängerinnen und Sänger fester Bestandteil des Offenen Singens in unserer Kirchenburg.
Nun sangen wieder alle Anwesenden gemeinsam das Lied „Wer recht in Freuden wandern will“. Danach war der Ostheimer Liederkranz an der Reihe, der sich erstmals in seinem neuen Outfit präsentierte. Der gemischte Chor begann mit dem Evergreen „Ich hab am Anzug viele Taschen“. Als ausgesprochenes Highlight folgte das Stück „I will follow him“ aus dem bekannten Film „Sister Act“, bei dem Solistin Julia Karbacher mit ihrer markanten Stimme die begeisterten Zuhörer zu unüberhörbaren Ovationen hinriss.
Nach seinen Schlussworten lud Michael Schlotthauer alle Akteure und Besucher zur traditionellen Brotzeit mit Knacker, Griebenfett, Gerupftem und leckerem Brot in die große Westgade der Kirchenburg ein und natürlich fehlte es dort auch nicht an Getränken jeder Art. Ein großes Lob an die „Freunde der Kirchenburg“, die mit vorbildlichem Einsatz nicht nur dafür sorgten, dass alle gut und ausreichend bewirtet wurden, sondern auch organisatorisch alles im Griff hatten.
Natürlich ging es nach der Brotzeit feucht-fröhlich weiter und alle sangen bekannte und beliebte Volkslieder mit gekonnter instrumentaler Begleitung durch die beiden Chorleiterinnen Monika Tengler auf dem Akkordeon und Heike Dankert am Clavinova sowie Stefan Wurth mit der Trompete. So verbrachten alle Teilnehmer bei bester Laune, munterem Gesang und guten Gesprächen einen schönen, stimmungsvollen Abend in den Mauern unserer historischen Kirchenburg und es verwundert nicht, dass man sich schon jetzt auf das nächste Offene Singen am letzten Freitag im Juli 2027 freut.