Rhön-Grabfeld. Zweites unterfränkisches Dialogforum „Bio im Rampenlicht“
Ob Schulmensa, Kita, Klinik oder Kantine: Die Gemeinschaftsverpflegung bietet großes Potenzial, regionale Bio-Lebensmittel auf den Teller zu bringen und damit gleichzeitig Umwelt, die lokale Wertschöpfung und eine nachhaltige Ernährung zu stärken. Wie sich bio-regionale Produkte erfolgreich und wirtschaftlich in Großküchen einsetzen lassen, zeigt das zweite unterfränkische Dialogforum „Bio im Rampenlicht“. Zu dieser Veranstaltung laden die unterfränkischen Öko-Modellregionen am Mittwoch, 11. November 2026, von 9:15 bis 16:30 Uhr in die Elstalhalle in Oberelsbach (Landkreis Rhön-Grabfeld) ein.
Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit in Unterfranken: Bio hat sich längst vom Nischenmarkt zu einem festen Bestandteil einer bewussten und nachhaltig ausgerichteten Ernährung entwickelt. Was Ende der 1990er-Jahre noch eine vergleichsweise kleine Marktecke war, ist heute ein etablierter und kontinuierlich wachsender Bereich. Allein im letzten Jahr ist der Umsatz von Bio-Lebensmitteln im Einzelhandel um mehr als sechs Prozent gestiegen. Gleichzeitig setzt die Bayerische Staatsregierung ein deutliches Zeichen und bekennt sich klar zur Förderung regionaler und ökologischer Produkte in der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung.
Unterfranken bietet dafür besonders gute Voraussetzungen: Mehr als 19 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche werden bereits ökologisch bewirtschaftet - deutlich mehr als im bayerischen Durchschnitt. Dazu bietet die Außer-Haus-Verpflegung mit 1,8 Millionen ausgegebenen Mahlzeiten in Bayern große Chancen, den Absatz regionaler Bio-Lebensmittel weiter zu erhöhen.
Bio auf dem Speiseplan: Kostenneutral und wirkungsvoll: Genau hier knüpft das Dialogforum an. Eingeladen sind alle Akteure der Außer-Haus-Verpflegung in Unterfranken: Küchenleitung und -personal, Verpflegungsverantwortliche für Kitas, Schulen und Kliniken sowie alle Interessierten aus Gemeinschaftsverpflegung, Catering und Gastronomie. Die Teilnehmenden erfahren, wie sich regionale Bio-Lebensmittel mithilfe einer durchdachten Speiseplangestaltung und Preiskalkulation kostenneutral in den Küchenalltag integrieren lassen.
Darüber hinaus zeigt das Forum, wie Einrichtungen ihre Entscheidung für Bio-Regionalität mit Storytelling sichtbar machen und für ein authentisches und positives Image nutzen können.
Die Umweltbildungsstätte Oberelsbach gibt einen praxisnahen Einblick zur Beschaffung, Organisation und Lagerung von bio-regionalen Produkten. Darüber hinaus wird gezeigt, wie sich das Thema in der pädagogischen Bildungsarbeit aufgreifen lässt. Ein gemeinsames Mittagessen und eine Exkursion zum Biohof Hartmann in Weisbach rundet das Programm ab. Die Teilnahme ist kostenlos.
Informationen und Anmeldung: Veranstalter sind die vier Öko-Modellregionen Landkreis Aschaffenburg, Oberes Werntal, Rhön-Grabfeld und stadt.land.wü. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft vor Ort gezielt zu stärken und daraus einen echten Mehrwert für ganz Unterfranken zu schaffen.
Das detaillierte Programm sowie weitere Informationen und der Link zur Anmeldung sind auf der Webseite der Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld unter oekomodellregionen.bayern/bio-im-rampenlicht zu finden. Anmeldeschluss ist der 5. November 2026. Öko-Modellregionsmanagerin Svenja Arbes (svenja.arbes@rhoen-grabfeld.de, 09771 94 698) steht für Fragen zur Verfügung.